27. März 2026
September 2025 Meltemi in Olympic Marine und zum Korinth Kanal 2.0
Nachdem wir nur mit einem einzigen weiteren Segelboot die Nacht vor Anker auf der Westseite von Ermioni verbracht hatten, wollten wir mal wieder unser Glück in der kleinen Bucht von Dokos versuchen. Leider war diese voll belegt und somit segelten wir weiter nach Porto Heli. Hier ließen wir in der zweiten Bucht auf der Steuerbordseite den Anker in sehr flachem Wasser von nur 3 Metern Tiefe nach knapp 14 Seemeilen fallen. Nach zwei Nächten wollte ich den Generator anwerfen, um Wasser zu machen, doch er startete nicht. Nach etwas Überlegen und Messen der Spannungen, stellte sich heraus, dass die Starterbatterie das zeitliche gesegnet hatte. So fuhren wir in die Marina von Proto Heli für eine Nacht und versuchten eine Batterie zu bekommen. Ein von der Marina vermittelter Mechaniker bot für 240 € plus Anfahrt und Einbau eine Batterie an. Da machte ich mich dann doch lieber selbst auf die Suche, um festzustellen, dass es nur noch in der gegenüber der Marina gelegenen Tankstelle eine Batterie zu kaufen gab, und zwar genau eine! Die war zwar von den ah etwas kleiner als die alte Batterie, aber hinreichend. Also kaufte ich die Batterie für 70€ und baute sie ein. Zur Sicherheit gegen künftige Batterieausfälle, kaufte ich für 20€ noch ein Überbrückungskabel, um bei Bedarf die Starter Batterie der Hauptmaschine und die Starterbatterie vom Generator überbrücken zu können. Des Weiteren nutzten wir die eine Nacht für 80€ in der Marina, um ausgiebig mit heißem Wasser zu Duschen und ich fuhr mit dem Fahrrad mehrfach zwischen Tankstelle und Boot hin und her, um unsere Dieseltanks aufzufüllen. Danach fuhren wir mit neuer Starterbatterie, vollen Wasser- und Dieseltanks aus der Marina, um direkt daneben wieder vor Anker zu gehen. Am 5. September ging es weiter nach Vivario, wo wir für eine Nacht vor dem Campingplatz ankerten. Am nächsten Tag segelten wir von dort auf die andere Seite nach Astros und legten dort römisch-katholisch an der Hafenpier an. Gegen Erwerb einer Chipkarte konnten wir auch den Strom aktivieren und den durchgehenden Komfort von Landstrom und Klimaanlage genießen. Astros ist ein sehr schönes Fleckchen und hat uns sehr gut gefallen.
AM 8. September ging es wieder weiter in Richtung Dokos und dieses Mal hatten wir Glück und erwischten einen schönen Platz. Die Insel ist unbewohnt, aber es gibt neben ein paar Ruinen noch zwei nahe beieinander liegende Kapellen und Gärten mit Hütten, die soweit funktionsfähig sind, dass hier wohl auch gelegentlich jemand übernachtet. Das Wasser ist herrlich sauber zum Schwimmen und Schnorcheln. Nach weiteren zwei Nächten ging es wieder nach Ermioni, jedoch diesmal auf der anderen Seite der Stadt. Wie wir feststellen konnten, liegt man dort noch viel geschützter und ruhiger, als auf der westlichen Seite. Hier trafen wir auch Abby Rose mit Annmaree und Owen wieder, die wir 2022 in Camp de Mar, Mallorca kennen gelernt hatten. Am 14. September ging es weiter über Poros, Perdika Egina und Sounio nach Olympic Marine, von wo aus ich mal wieder über den Flughafen Athen nach Deutschland musste. Georgia blieb in der Zeit in der Marina und währen der gesamten 8 Tage, die wir dort lagen, blies der Meltemi mit 20-25 Knoten. Zum Glück verfügt die Marina über eine sehr große und professionelle Werft, die auch unsere Undichtigkeit am Dinghy reparieren konnte. Unschön waren die vielen wilden Hunde dort, von denen einer sogar aus dem Gebüsch geschossen kam und unsere Katie gebissen hat. Die Wunde musste beim Tierarzt genäht werden und ist aber ohne größere Probleme wieder gut verheilt.
Am 26.9. ging es von dort wieder nach Poros und am 28.9. weiter nach Epidhavros. Dort starteten wir am 29. September zur zweiten Durchfahrt durch den Korinth Kanal. Nach der elektronischen Buchung und Bezahlung meldeten wir uns entsprechend der Regularien per Funk an. Ein größeres amerikanisches Motorboot funkte ebenfalls und berichtete, dass sie die elektronische Bezahlung nicht hinbekommen hätten. Sie überholten uns mit großem Speed in 20 Meter Entfernung und wir wurden ordentlich durchgeschaukelt durch deren Bugwelle. Mit Genugtuung hörten wir über Funk, dass die Kanal Kontrolle ihnen untersagte, direkt dort anzulegen und zu bezahlen. Sie mussten warten und auch ihre mehrmalige Nachfrage wurde immer barscher zurückgewiesen, mit dem Hinweis, sie würden aufgerufen, wenn es so weit sei. Wir konnten direkt und ohne auch nur einen einzigen Wartekreis zu fahren in den Konvoi der Boote einreihen, um den Kanal zu durchqueren. Bereits im Kanal unterwegs, hörten wir über Funk dann, dass der forsche Ami endlich die Erlaubnis erhielt anzulegen, um zu zahlen. Bis das erledigt war, waren wir bereits durch den Kanal und der Gegenverkehr fuhr in den Kanal ein. Somit musste der ungeduldige Unverschämte dann warten für die nächste Durchfahrung von Ost nach West 😊 Kleine Sünden bestraft der Herr eben doch unmittelbar 😊
Nach der Kanaldurchfahrt legten wir wieder in Kiato an und fuhren nach einer Nacht am 30. September weiter auf die schöne Insel Triziona. Wie es dann im Oktober weiterging, das erfahrt ihr wie immer im nächsten Blog 😊.













