2. März 2026
Juli 2025 Geplante und ungeplante Aufenthalte
Am 3. Juli ging es von Messolonghi über Ormos Oxia und Kastos weiter Richtung Meganisi. In Kastos fanden wir nach einigen Versuchen, wo der Anker beim Einfahren nicht hielt, doch noch einen festen Ankerplatz in einer wunderschönen und ruhigen Bucht südlich von Kastos Harbour, jedoch schienen es die Wespen auf uns abgesehen zu haben, weshalb wir doch sehr schnell wieder das Weite suchten und weiterzogen. Über einen kurzen Zwischenhalt für eine Nacht vor Anker vor Mytika, segelten wir weiter nach Meganisi in die Abelaki Bay und ergatterten einen Liegeplatz am Ende der Bucht mit Bug zur Öffnung der Bucht und zwei Landleinen am Heck. Dort gefiel es uns ausgesprochen gut. Auf beiden Seiten der Bucht gibt es jeweils Restaurant und auf der Backbordseite erreicht man nach 15 Minuten Fußweg über den Hügel den Hauptort der Insel, wo es alles zu kaufen gibt, was man benötigt. Das klare Wasser lädt sehr zum Schwimmen und Schnorcheln ein und so endeckten wir leider auch, dass unser teuer in Italien wieder hergerichtetes Heckstrahlruder nicht nur nicht funktionierte, sondern auch ausgeklappt herausstand und dem Seewasser und seiner Vegetation zur Besiedelung exponiert war.
Durch die Verbindung zu Michael von der SY Azzurro, bekamen wir den Kontakt zu einem Werftbetrieb in Nydri und konnten dann auf Abruf auch am 14. Juli 2025 einen Termin zum Auskranen und für alles Weitere bekommen. Das Auskranen erfolgte sehr angenehm über einen Hubwagen und einen Slip Weg, der uns sicher und langsam aus dem Wasser zog. Für einen Woche Stehzeit mit Ein- und Auskranen, sowie der Möglichkeit in dieser Zeit mit Wasser- und Stromversorgung an Bord dort auch weiterhin zu Übernachten, hatten wir eine Zahlung von 650 € vereinbart. Auf dem Gelände gab es auch in 100 m Entfernung Toiletten und Duschen.
Leider ist unser Heckstrahlruder von einer Marke, die nicht sonderlich weit verbreitet ist und somit konnte es nicht repariert werden. Es gelang jedoch es wieder einzuklappen und somit dem Meerwasser und seinen Bewohnern als Ansiedlungsobjekt zu entziehen. Wie wir feststellen mussten, hatten wir wohl etwas sehr Hartes ins Heckstrahlruder eingesogen. Der Einklapp-Mechanismus war verschoben und etwas schräg und das Propellergehäuse sichtbar stark beschädigt. Eventuell war es ein Stück Holz oder ähnliches, was die physischen Schäden verursacht hat. Das hat wohl auch zu einer Überhitzung und zum Verschleiß der Kohlekontakte am Antriebsmotor geführt. Long story short: das Heckstrahlruder ist in Ruhezustand versetzt und für das nächste Mal Auskranen der Einbau eines neuen Heckstrahlruders geplant.
Da wir nun auch schon einmal aus dem Wasser waren und für den Herbst ohnehin die Erneuerung unseres Antifoulings vorgesehen war, haben wir das gleich mit erledigen lassen. Dabei wurden auch der Propeller gereinigt, die Opferanoden getauscht und weitere kleinere Reparatur- und Wartungsarbeiten durchgeführt. Wir haben für alles im Vorfeld Angebote bekommen und zum Schluss wurde auch genau das abgerechnet, was vorher angeboten worden war. Wir waren mit der Konidaris Bootswerft sehr zufrieden und können sie wärmstens empfehlen. Einen Tag bevor wir wieder ins Wasser kamen, reiste Georgia von Preveza aus zum Sommerurlaub nach Deutschland und Catie und ich verlebten diese Zeit am Steg in der Tranquilo Bay, gerade einmal ein paar Hundert Meter weiter auf der gegenüberliegenden Seite von Nydri bis zu Georgias Rückkehr Ende Juli 2025. Wie es dann weiterging, erfahrt ihr wie immer im nächsten Blog 😊.





